Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko zu stürzen. Viele Unfälle passieren nicht draußen – sondern in den eigenen vier Wänden.

Doch die gute Nachricht ist:
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Sturzgefahr im Haushalt deutlich reduzieren. Außerdem können Pflegekassen unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für Wohnraumanpassungen gewähren.

 

Wie kann man die Sturzgefahr im Haushalt reduzieren?

Die Sturzgefahr lässt sich durch gute Beleuchtung, das Entfernen von Stolperfallen, rutschfeste Böden, Haltegriffe im Bad und eine angepasste Wohnraumeinrichtung deutlich senken. Besonders wichtig ist es, Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und den Alltag sicher zu gestalten.

 

Warum ist Sturzprävention so wichtig?

Jeder Sturz kann schwerwiegende Folgen haben:

  • Knochenbrüche
  • längere Krankenhausaufenthalte
  • Verlust von Selbstständigkeit
  • Angst vor weiteren Stürzen

Oft beginnt danach eine Abwärtsspirale. Deshalb ist Prävention entscheidend.

 

10 einfache Maßnahmen zur Reduzierung der Sturzgefahr

 

1. Lose Teppiche entfernen oder fixieren

Teppichkanten sind eine häufige Stolperfalle.

 

2. Gute Beleuchtung installieren

Flure, Treppen und Badezimmer sollten gut ausgeleuchtet sein – besonders nachts.

 

3. Haltegriffe im Bad anbringen

Dusche, Badewanne und Toilette sind typische Unfallorte.

 

4. Rutschfeste Matten verwenden

Besonders in Dusche und Badewanne wichtig.

 

5. Kabel sichern

Lose Kabel sollten an der Wand entlang geführt werden.

 

6. Möbel sinnvoll platzieren

Freie Laufwege schaffen Sicherheit.

 

7. Feste Hausschuhe tragen

Rutschige Sohlen erhöhen das Risiko.

 

8. Treppen sichern

Handläufe beidseitig erhöhen die Stabilität.

 

9. Gartenwege regelmäßig prüfen

Unebene Platten oder Laub können gefährlich sein.

 

10. Regelmäßige Haushaltsunterstützung nutzen

Saubere, ordentliche Räume reduzieren Stolperquellen deutlich.

 


Was ist eine Wohnumfeldverbesserung?

Eine Wohnumfeldverbesserung ist eine bauliche Maßnahme, die das Wohnumfeld sicherer macht und die Pflege erleichtert. Dazu zählen beispielsweise der Einbau einer bodengleichen Dusche, Haltegriffe oder der Abbau von Schwellen.

 

Wie hoch ist der Zuschuss für Wohnumfeldverbesserung?

Bei vorhandenem Pflegegrad kann die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme gewähren. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht oder erleichtert.

Mehrere Maßnahmen können unter Umständen kombiniert werden.

 

Wann übernimmt die Pflegekasse die Kosten?

Ein Zuschuss ist möglich, wenn:

  • ein Pflegegrad vorliegt
  • die Maßnahme die Selbstständigkeit verbessert
  • die Pflege zu Hause erleichtert wird

Der Antrag muss vor Beginn der Baumaßnahme gestellt werden.

 


Unterstützung im Alltag als Teil der Sturzprävention

Neben baulichen Anpassungen spielt auch der Alltag eine große Rolle.

 

RentAHand unterstützt bei:

  • regelmäßiger Haushaltsreinigung
  • Ordnung und Struktur im Wohnraum
  • Unterstützung bei Einkäufen
  • saisonalen Arbeiten im Garten

Eine strukturierte und sichere Wohnumgebung reduziert das Risiko deutlich.

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Wichtig:
Bauliche Maßnahmen können über die Wohnumfeldverbesserung gefördert werden. Reine Serviceleistungen (z. B. Gartenarbeit oder kleinere handwerkliche Tätigkeiten) sind privat zu finanzieren.

 

Wann ist professionelle Beratung sinnvoll?

Wenn Unsicherheit besteht, welche Maßnahmen notwendig oder förderfähig sind, empfiehlt sich eine individuelle Beratung.

Gerade in Kombination mit einem Pflegegrad kann eine kluge Planung langfristig Sicherheit und Lebensqualität erhöhen.

 

Fazit: Sicherheit beginnt im eigenen Zuhause

Die Reduzierung der Sturzgefahr im Haushalt ist ein entscheidender Schritt für mehr Selbstständigkeit im Alter. Mit einfachen Anpassungen, möglichen Zuschüssen zur Wohnumfeldverbesserung und unterstützenden Dienstleistungen lässt sich das Risiko deutlich senken. Wer frühzeitig handelt, bleibt länger sicher und selbstständig im eigenen Zuhause.